Die Würde des Menschen ist antastbar

Die Würde des Menschen ist antastbar

Die Würde des Menschen ist antastbar

Wir halten uns für aufgeklärt, das ist sicher nicht verkehrt. Für ökologisch und sozial Dreckschweine?! – Das war‘n wir mal.

Wir habens uns gut eingerichtet wir sind niemandem verpflichtet. Es gilt das Klima jetzt zu schützen, Elektroautos zu benützen.

Wir wollen keine Tiere essen. Denn das Tierwohl ward vergessen. Das Kohlekraftwerk legen wir still, weil Luisa es so will. 1

Das Plastik soll nicht mehr ins Meer, denn da kommt es gar nicht her. 2 Alles soll nur noch Bio sein 3, andre Sachen isst kein Schwein.

Doch in alldem wird vergessen, dass wir die Erde nie besessen 4, Das Arbeitssklaven für uns schuften 5,6 die abends nach hartem Schweiß nur duften.

Sie werden vergiftet und gequält, der Landwirt weiß nicht, mehr was zählt 7. Der Erlös der Ware, die er hat, macht ihn längst schon nicht mehr satt.

Und weil wir sauber, elektrisch fahren, können wir Lithium und Mangan nicht sparen 8,9, das Kinder aus der Erde holen, deren Bosse sie versohlen 10.

Auch Frauen dienen oft als Ware 11,12,13. Sie tun dann das Unfassbare. Sie werden abhängig gemacht und in Prostitution gebracht.

Mit Wasser wird groß spekuliert. Egal, wer dann daran krepiert 14. Die Kurse in die Höhe schnellen, während die Armen Tote zählen.

Und vieles Andre wär da noch. Es ist ein ziemlich großes Loch. Mit Tränen und Gewalt gefüllt, Kriegen, die gar niemand stillt.

Viele Menschen auf der Flucht, weil bessres Leben wird gesucht 15,16,17. Hunger bringt die Menschen um. Das ist nun mal wirklich dumm 18,19.

Und ich bin Teil von dem System. Für mich ist es doch sehr bequem. Ich kann mir heute sehr viel leisten, wenn auch nicht am allermeisten.

Ich mache meine Augen zu. Schau einfach weg, dann hab‘ ich Ruh. Warum eine Lösung suchen? Darüber sollen andre fluchen.

Doch Halt – Das wär nicht mein Gedicht säh‘ ich nicht ein bisschen Licht. Ich will es nicht einfach so belassen. Mir an die eigne Nase fassen.

Ich will ab heute mich beeilen, das was ich habe auch zu teilen. Ich will hinter Fassaden sehen, auch mal ‘nen Schritt weiter gehen.

Und vor allem will ich meiden zu fördern worunter andre leiden. Ich will die Augen nicht verschließen, wo Unrecht und Gewalt aufsprießen.

Ich werde die Welt nicht besser machen Über dies Gedicht wird mancher lachen. Doch im Kleinen fängt es an, was dann Kreise ziehen kann.

(C) Christian-Michael Kleinau 7/2020

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